Zuhause aufatmen

Tipps für eine reizstoffarme Raumluft

Helles, modernes Wohnimer mit grau-braunem Sofa vor einer weißen Wand.

Zuhause möchten wir uns wohlfühlen, einkuscheln und so richtig entspannen. Gemütliche Stoffe, schöne Möbel und ein gutes Buch helfen uns dabei. Es gibt aber eine unsichtbare Komponente, die das Durchatmen zuhause essenziell macht: die Raumluft. Gerade für Allergiker und sensible Menschen hängt der Wohlfühlfaktor stark von einem unbelasteten Raumklima ab. Die Alpina Farbexperten klären auf, worauf Allergiker bei der Wahl der Wandfarbe achten sollten und was eine wohngesunde Raumluft ausmacht. 

Grundsätzlich kann alles, was sich im Zimmer befindet, die Raumluft beeinflussen: Wie Baumaterialien, Bodenbeläge, Möbel, Textilien, Elektrogräte, Wohnaccessoires, Pflanzen und nicht zuletzt die zwei- und vierbeinigen Bewohner. Ist die Wohnung einmal eingerichtet, lässt es sich schwer nachvollziehen, ob Gegenstände und Baustoffe die Raumluft belasten könnten. Daher empfiehlt es sich – gerade für Allergiker und sensible Menschen – bereits bei der Anschaffung einer Wandfarbe einen prüfenden Blick auf die Zusammensetzung der Materialien zu werfen. 

Siegel zur Orientierung

Ein Orientierungshelfer für gute Raumluft ist beispielsweise die Positiv-Kennzeichnung Blauer Engel. Das Umweltzeichen wird unter anderem für emissionsarme Wandfarben, schadstoffarme Lacke, emissionsarme Holzwerkstoffe, Bodenbeläge, Möbel, Tapeten und Matratzen vergeben. Für die Meisten Verbraucher dient es als Indiz für eine gute Raumluft. Es gibt allerdings einen sehr geringen Prozentsatz von Menschen, die selbst dann noch allergisch auf einige gängige synthetische Inhaltsstoffe reagieren können. Allergiker sollten daher besser auf eindeutige Siegel, wie „Frei von Reizstoffen“ und „Frei von Löse -und Konservierungsmittel“, achten oder das Kleingedruckte auf Verpackungen sorgfältig lesen. Bei Alpina Produkten sind Farben, die noch geringe Mengen von Konservierungsstoffen enthalten, wie folgt gekennzeichnet: „Enthält Methylisothiazolinon / Benzisothiazolinon. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“ Im Zweifel empfehlen die Alpina Farbexperten vor der Verwendung die Alpina Servicehotline zu kontaktieren (0800-1238887 – kostenlos aus dem deutschen Festnetz).  

Wandfarben – welche Reizstoffe kann es geben?

Allergien werden durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst. Bei Wandfarben können Stoffe wie Weichmacher, Lösemittel oder Konservierungsstoffe zu allergischen Reaktionen führen. Wasserbasierte Farben – wie die von Alpina – kommen heutzutage vollkommen ohne Weichmacher und Lösemittel aus. Es gibt allerdings einen sehr kleinen Prozentsatz der Bevölkerung, der allergisch auf ein gängiges Konservierungsmittel namens „Isothiazolinon“ reagiert. Grundsätzlich gibt es für alle „Reizstoffe“ strenge gesetzliche Grenzwerte – nicht nur in Wandfarben, sondern auch in Kosmetik oder Reinigungsmitteln. In manchen Wandfarben ist eine Mindestmenge an Isothiazolinonen enthalten, da diese die Farbe konserviert und vor Verkeimung schützt. Farben, die hingegen ohne Konservierungsmittel auskommen, werden durch einen alkalischen PH-Wert länger haltbar gemacht. Dazu gehören etwa Alpina Naturaweiß oder Alpinaweiß Spritz-Frei. Diese sind selbst für Allergiker vollkommen unbedenklich und sorgen für eine wohngesunde Raumluft. Die Deckkraft und der Verarbeitungskomfort bleiben dabei unverändert hochwertig.

 

Infobox: Das „Frei von“-Siegel

Alpina kennzeichnet Farben, die sich speziell für Allergiker und sensible Bereiche eignen, durch ein „Frei von Reizstoffen“-oder „Frei von Löse-und Konservierungsmitteln“ Siegel auf der Vorderseite. 

Alpina Naturaweiß ist frei von Reizstoffen wie Konservierungsmitteln, Weichmachern und Lösemitteln – daher es wird empfohlen von „Deutsche Haut-und Allergiehilfe E.V. und auch der TÜV-Nord bestätigt: Das Produkt ist bestens für Allergiker geeignet.

Welche Reizstoffe gibt es bei Lacken? 

Zargen, Heizkörper, Möbelstücke: Einige Einrichtungsgegenstände sind bereits beim Einzug mit lösemittelhaltigen Lacken gestrichen und können flüchtige organische Verbindungen in die Raumluft abgeben. Wenn Sie die Wahl haben etwas selbst zu lackieren, greifen Sie daher lieber zu Lacken auf Wasser-, anstatt auf Kunstharzbasis. Auch die Innenlacke von Alpina basieren auf Wasser.

Ausdünstungen von Möbeln und Textilien – je neuer, desto stärker
Spielzeug Schaukelpferd bunt lackiert mit Alpina Lacke.
Bei Wandfarben und Lacken gibt es mittlerweile viele Alternativen, die frei von Reizstoffen sind und trotzdem perfekt decken.

Neue Produkte haben oft einen ganz speziellen Geruch. Der Grund dafür sind flüchtige chemische Substanzen, die im Produktionsprozess eingesetzt wurden oder dem Artikel als Inhaltsstoff beigemengt wurden. Nach und nach diffundieren diese in die Raumluft. Allergiker sollten deshalb nicht nur bei den Farben und Lacken, sondern auch bei Möbeln, Teppichen, Matratzen und Co auf die Inhaltsstoffe achten und den Raum anfangs besonders gründlich lüften. Das verbessert nicht nur das Raumklima, sondern beugt auch der Schimmelbildung vor. 

Möbel

Die meisten Möbel werden nicht aus Vollholz, sondern aus Holzwerkstoffen wie Pressspan hergestellt.  Dabei werden Holzfasern, z.B. durch Kunstharze, verbunden. Diese können Formaldehyd enthalten. Falls Sie sensibel hierauf reagieren, sollten Sie unbedingt auf den Blauen Engel für „Emissionsarme Holzwerkstoffe“ achten. Das Siegel stellt sicher, dass die Raumluftbelastung durch Formaldehyd maximal 0,05 ppm erreicht – und damit nur halb so hoch liegt wie der gesetzlich erlaubte Grenzwert. 

Teppich

Ein neuer Teppich ist zwar schön, birgt jedoch auch Tücken. Die Unterseite besteht häufig aus PVC, der durch Weichmacher die gewünschte Flexibilität besitzt. Die Ausdünstungen eben jener können Allergien hervorrufen. Auch bei der Verklebung ist Vorsicht geboten, da Kleber häufig lösemittelhaltig sind. 

Helles, modernes Mädchen Kinderzimmer in weiß und rosa mit Alpina Feine Farben Wandfarbe.
Falls Sie zu Allergien neigen, sollten Sie auch bei Heimtextilien, Spielzeug und Wohnaccessoires einen prüfenden Blick auf Gütesiegel und Inhaltsstoffe werfen.

Matratzen 

Obwohl eine neue Matratze für entspannten Schlaf sorgen soll, wachen manche Menschen stattdessen mit Kopfschmerzen auf. Mögliche Ursache: Die Baumwollbezüge der Matratzen sind eventuell durch Permethrin oder andere Insektizide belastet. Beim Schäumen von Kaltschaummatratzen können zudem allergene Weichmacher zum Einsatz kommen. Eine neue Matratze sollte deshalb vor dem Erstgebrauch möglichst lange an einem trockenen, aber gut belüfteten Ort ausgelüftet werden.

Sonst noch was? 

Gründe für eine Allergie gibt es wie Sand am Meer. In Innenräumen kann es z.B. durch Zigarettenrauch, Laserdrucker oder Staubsauger zu einer hohen Feinstaub-Belastung kommen. Ein Klassiker sind zudem Haustiere. Ihre Haare, Hautschuppen oder getrocknete Speichelpartikel sind eine häufige Ursache für allergische Reaktionen. Berüchtigt ist auch der Schimmelpilz. Er kann überall dort entstehen, wo sich Feuchtigkeit staut – beispielsweise hinter Möbeln. Ein häufiger Grund für Schimmelbildung ist zudem ein unzureichender Luftaustausch bzw. schlechtes Lüften.  

Alpina weiße Katze.
Angeblich gibt es Katzen- und Hunderassen, die besonders allergikerfreundlich sind – allergische Reaktionen lassen sich dennoch nicht ausschließen, daher ist ein Test vor der Anschaffung essenziell.
Woran erkenne ich eine allergische Reaktion?

Die gängigsten Allergien können durch einen Pricktest beim Hausarzt festgestellt werden. Fragen Sie daher ihren Arzt um Rat, wenn sie beispielsweise einen Hautausschlag oder Juckreiz verspüren. Aber keine Angst, allergische Reaktionen auf Anstrichmittel wie Farben und Lacke sind überaus selten – anders als bei Pollen, Gräsern oder Haustierfell. Achten Sie beim Streichen, Renovieren und Einrichten – vor allem in den ersten Tagen – auf ausreichend Durchlüftung, schützen Sie Ihre Atemwege bei staubigen Arbeiten und bevorzugen Sie hochwertige, natürlichen Materialien bei Heimtextilien oder Möbeln. So bleiben Sie auf der sicheren Seite.

Mehr Infos und Tipps für eine wohngesunde Renovierung haben wir in unserem Artikel „Wenn Umwelt und Gesundheit mitstreichen“. 

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