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Ein dunkelgrau gestrichenes Zimmer

Wände richtig streichen – Anleitung mit Streichtipps

Wände deckend und streifenfrei streichen – Schritt für Schritt zum perfekten Wandanstrich

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Streichtipps und -tricks für perfekt gestrichene Wände

Wie einen Raum streichen? Erfahren Sie, wie Sie Wände professionell mit Pinsel und Farbrolle streichen und ein perfektes, streifenfreies Streichergebnis erzielen können. In unserer Schritt-für-Schritt-Streichanleitung beantworten wir Ihre wichtigsten Fragenzum Wandanstrich, vom Abkleben der Wand über Grundieren des Untergrundes bis hin zu einem gleichmäßigen, schönen Endanstrich.

Wie streicht man Wände richtig? So geht’s:

5 SCHRITTE

1 Schritt 1: Fußleisten, Steckdosen und Lichtschalter vor dem Streichen der Wände abkleben

1.1. Fußleisten abkleben und Boden abdecken

Die Fußleisten vor dem Streichen mit Malerband abkleben und den Fußboden mit Malerfolie auslegen. Spezielle Malerfolien mit Klebestreifen sparen einen Arbeitsschritt. Alternativ können Sie den Boden mit Malervlies bedecken.

Tipp für Möbel: Um an allen Wänden gut arbeiten zu können, sollte der Raum vorher komplett leergeräumt werden. Wenn Möbel zu sperrig sind, können Sie diese auch einfach in die Mitte des Raumes schieben.

 

Profi-Tipp

Tipps zum Verschließen oder Schutz von Dübellöchern

Verspachteln Sie kleinere Risse und Dübellöcher in den Wänden mit Gips. Dafür gibt es praktische Loch- und Rissfüller in der Tube. Sollten Sie einzelne Dübellöcher hinterher noch brauchen, stecken Sie einfach etwas Küchenpapier in die Öffnungen.

 

1.2. Steckdosen und Lichtschalter abkleben, Türen und Fenster abdecken

Montieren Sie die Steckdosen und Lichtschalter ab und/oder kleben Sie diese sorgfältig mit Malerband ab. Achtung, den Strom unbedingt abschalten! Kleben Sie Türzargen und die Kanten von Fensterrahmen ebenfalls mit Malerband ab. Bedecken Sie danach noch die Türflächen mit Folie oder Malervlies.

Tipp für Heizkörper: Heizkörper mit einer dünnen Malerfolie stramm umspannen, um zu verhindern, dass der Heizkörper von der Rückseite mitgestrichen wird. Eine lockere Folie bleibt an der Malerrolle bzw. an dem Pinsel kleben. Alternativ können Sie auch Zeitungspapier oder Alufolie zu diesem Zweck verwenden.

Profi-Tipp

Vor dem Streichen grundieren? Tipps zur Untergrundprüfung

Achten Sie vor dem Streichen darauf, dass die Wand, die Sie streichen möchten, einen tragfähigen Untergrund für Ihre Wandfarbe bietet. Wie Sie prüfen können, ob Ihre Wand ohne weitere Vorbehandlung für einen Anstrich geeignet ist oder ob Sie vorab eine Grundierung auftragen müssen, erfahren Sie hier.

2.1. Das richtige Werkzeug verwenden – für den perfekten Anstrich

Wer zu billigen Malerrollen greift, spart an der falschen Stelle. Rollen aus Plüsch oder Vestan hinterlassen Fussel und Fasern an der Wand. Daher ist es wichtig, sich geeignete Utensilien bereitzulegen: Passt die Malerrolle in den Farbeimer? Falls nicht, brauchen Sie eine Farbwanne, um richtig abrollen zu können. Bei größeren Farbeimern reicht meist auch ein Abstreifgitter.

2.2. Wandfläche aus einer Ecke heraus und vom Licht weg streichen

Zur Vorbereitung der Farbe rühren Sie diese vor dem Streichen mit einem Rührholz oder einem alten Kochlöffel gut auf, bis diese eine durchgehend leicht cremige Konsistenz besitzt.

Suchen Sie sich eine Ecke aus, in der Sie mit den Malerarbeiten starten wollen. Es empfiehlt sich, vom Fenster – der natürlichen Lichtquelle – in den Raum hinein zu streichen. Für den Eckenanstrich greifen Streicherfahrene zu einem langstieligen Eckenpinsel und einer kleinen Malerrolle.

2.3. Farbpinsel nicht zu tief in die Wandfarbe tauchen

Der Pinsel sollte maximal zwei Zentimeter tief in die Farbe eingetaucht werden, damit nicht zu viel Farbe in den Pinselborsten haften bleibt. Unschöne Farbnasen können so vermieden werden. Mit dem farbgetränkten Pinsel geht es dann direkt an die Wand.

2.4. Mit dem Farbpinsel die Wandecken vorstreichen

Streichen Sie die Farbe mit dem Pinsel gut in die Ecken. Achten Sie darauf, die Wandfarbe im Randbereich nicht zu dick aufzutragen.

2.5. Wandfarbe links und rechts von der Wandecke glatt streichen

Streichen Sie die Farbe links und rechts von der Ecke nochmals glatt. Tauchen Sie dazu wiederholt den Pinsel in die Farbe und streichen Sie den Randbereich.

3.1. Mit dem Farbroller aus der Farbwanne arbeiten

Tauchen Sie die den Farbroller in die Farbe und rollen Sie sie über die strukturierte Fläche der Farbwanne. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis die Malerrolle komplett mit Farbe benetzt ist.

3.2. Mit dem Farbroller direkt aus dem Farbeimer arbeiten

Wer direkt aus dem Farbeimer arbeitet, sollte ein Abstreifgitter nutzen. Tauchen Sie die Malerrolle in die Farbe und rollen Sie sie mehrfach über das Abstreifgitter. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Farbrolle komplett mit Farbe bedeckt ist.

3.3. Farbränder vermeiden: Wände „Nass in nass“ streichen

Noch im nassen Zustand wird die Wandfarbe in der Wandecke mit dem großen Farbroller überarbeitet. Auf diese Weise – „nass in nass“ – können Sie verhindern, dass unschöne Farbränder entstehen.

Für den anschließenden flächigen Wandanstrich empfiehlt sich dieselbe Arbeitsweise – dort das sogenannte „Verschlichten", um glatte und ebenmäßig schöne Wandflächen zu erhalten.

3.4. Wände flächig mit der Malerrolle streichen

Setzen Sie den Farbroller auf Schulterhöhe an die Wand und verteilen Sie die Wandfarbe durch Abrollen zuerst nach oben und dann nach unten.

3.5. Wand mit Malerrolle und Teleskopstange streichen

Eine Teleskopstange für die Malerrolle (Länge individuell einstellbar) spart lästiges Leiterklettern beim Streichen der Wände und Sie können auch vom Boden aus höher liegende Wandabschnitte gut erreichen. Allerdings benötigen Sie mit der langen Stange auch etwas mehr Muskelkraft als mit dem kurzen Handstiel.

3.6. Frisch gestrichene Farbflächen ebnen

Wie vermeidet man Streifen beim Streichen? Nach etwa drei Bahnen Farbauftrag wird die Farbfläche noch einmal geebnet (in der Fachsprache „verschlichtet“). Rollen Sie dazu noch einmal über die bereits gestrichenen Flächen, ohne die Farbrolle noch einmal in die Farbe zu tauchen.

4 Schritt 4: Wände richtig trocknen lassen

Wandfarbe ausreichend lange trocknen lassen

Nach dem Streichen der Wände sollten Sie der Wandfarbe ausreichend Zeit zum Trocknen geben – bis zu sechs Stunden. Selbst wenn während des Trocknens Streifen sichtbar werden oder die Wand scheckig erscheint, sollten Sie nicht ein weiteres Mal über die Flächen streichen. Das tatsächliche Ergebnis wird erst nach dem kompletten Durchtrocknen erkennbar.

Profi-Tipp

Wie lange muss Wandfarbe trocknen? Tipp zur Trocknungsdauer

Die Trocknungsdauer von Wandfarbe hängt von der Untergrundbeschaffenheit, der Schichtdicke der aufgetragenen Farbe und anderen Umgebungsbedingungen wie z. B. der Raumtemperatur ab. In der Regel beträgt die Trocknungsdauer aber selten länger als sechs Stunden.

Achtung: Wer versucht, Teilabschnitte einer frisch gestrichenen Wand während der Trocknungsphase nochmals zu streichen, trägt in diesen Bereichen Farbe doppelt auf. Fleckige Wände sind das Ergebnis. Lassen Sie also die Wandfarbe immer erst gut trocknen und streichen Sie bei Bedarf die Wand noch ein weiteres Mal komplett.

 

5 Schritt 5: Wandfarbe lagern und entsorgen

Was tun mit Farbresten nach dem Streichen?

Bewahren Sie Reste von Innenfarben immer in einem luftdicht verschlossenen Eimer und an einem kühlen und frostfreien Ort auf. Reste von noch flüssigen Farben können Sie auch bei einem Wertstoff- oder Recyclinghof abgeben, bereits eingetrocknete Farben entsorgen Sie am besten im Hausmüll.

Erfahren Sie hier ausführlicher, worauf Sie bei der Lagerung und Entsorgung von Wandfarben noch achten müssen.

FAQ

Arbeiten Sie beim Streichen immer nass in nass mit Überlappungen einzelner Farbbahnen, die Sie danach nochmal quer miteinander „verschlichten“. Behalten Sie beim Streichen immer dasselbe Tempo bei, sodass Sie immer die gleiche Menge Farbe in einem bestimmten Zeitraum auftragen.

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