Einrichtungsstil

Shabby Chic von kühl bis feminin

Die ganze Welt der Vintage Möbel

Shabby Chic hat sich von einer unkonventionellen Strömung zum etablierten Wohn- und Einrichtungsstil gemausert. Alpina Farbexpertin Isabelle Wolf erklärt, wie die Shabby-Chic-Wohnung mit unterschiedlichen Farbkonzepten einen besonderen „Dreh“ bekommt. 

Beim Shabby Chic ist im Prinzip alles erlaubt. Der Einrichtungsstil bietet große Freiräume. So lassen sich Flohmarkt-Schätze, antike Erbstücke und kuriose Unikate problemlos mit modernen Design-Elementen kombinieren. Aber für einen harmonischen Gesamteindruck empfiehlt sich eine optische Klammer. Die Farbgestaltung der Wände bietet dazu hervorragende Möglichkeiten.

Passende Farben greifen den Vintage-Gedanken auf und geben den Einrichtungsgegenständen einen stilvollen Rahmen. Mehr noch: Die richtige Farbwahl verleiht dem Shabby Chic ein spezielles Ambiente. Alpina Farbexpertin Isabelle Wolf verrät aktuelle Trends und zeigt, worauf es ankommt. 

Dezente Creme- und Sandtöne geben dem Shabby Chic eine warme, zurückhaltende Note.
Die klassische Variante mit Pastell und gebrochenem Weiß

In der klassischen Shabby-Chic-Farbwelt dominieren dezente Farben. Sollen die Wände hell gestrichen werden, kommen in der Regel gebrochene Weißtöne oder Grau-Nuancen zum Einsatz. Klassisch ist auch ein zurückhaltendes Beige oder Gelb. Knallige und gesättigte Wandfarben sind in einer Shabby-Chic-Wohnung dagegen nur in den seltensten Fällen willkommen. 

Farbempfehlung: Die Kollektion Alpina Feine Farben bietet edelmatte Wandfarben, die durch die Kombination edler Pigmente und Zutaten wie feingemahlene Porzellanerde und Champagnerkreide eine ausdrucksstarke Brillanz und eine feinpudrige Zurückhaltung besitzen. Hervorragende Kandidaten für eine klassische Shabby-Chic-Wohnung: die lichte Grau-Nuance „Zeit der Eisblumen“Produktdetails, das ruhige Hellbeige „Elegante Gelassenheit“Produktdetails und das ätherische Licht-Gelb „Zartes Leuchten“Produktdetails.   

Feminine Note mit zarten Blumen-Tönen

Wer es zart und feminin liebt, ist mit Rosé-Tönen, Lavendel- und Mauve-Nuancen gut beraten. Sie verleihen einer Wohnung eine weibliche Note, die mit den typischen, weiß lackierten und leicht angeschmirgelten Shabby-Chic-Möbeln harmoniert. Hier empfiehlt es sich, auf pudrige, leicht angegraute oder entsättigte Farbtöne zu setzen. 

Farbempfehlung: Aus der Alpina Feine Farben-Kollektion empfehlen sich zum Beispiel der dezente Rosa-Ton „Zarte Romantik“ und – etwas kräftiger und verspielter – die grau nuancierte Rosa-Schattierung „Wolken in Rosé“Produktdetails. Der zarte Orange-ton „Vers in Pastell“Produktdetails wirkt mit einer pudrigen Apricot-Note sehr feminin, ohne dabei mädchenhaft zu sein. 

Moderner Twist mit Blau und Grau

Hat der Mann bei der Farbwahl ein Wörtchen mitzureden, scheiden die zarten Rosa-Töne häufig aus. Dann sind angegraute Türkis-Nuancen und Grautöne eine Alternative. Sie werden beiden Geschlechtern gerecht und setzen einen modernen Kontrapunkt zum klassischen Shabby-Chic.

Farbempfehlung: Die Alpina Feine Farbe „Dächer von Paris“Produktdetails ist eine zurückhaltende, sanfte Grau-Nuance, die einem Shabby-Chic-Ambiente einen eleganten Unterton verleiht. Auch der Farbton „Steinblaue Schönheit“Produktdetails übt sich in vornehmer Zurückhaltung. Die luftig-dezente Nuance harmoniert hervorragend mit hellem Mobiliar.

Shabby Chic und Skandi Stil haben viele Parallelen – mit kühlen Blautönen kann man sie vereinen, ohne sich entscheiden zu müssen!
Skandinavisch mit den Farben der Fjorde

Anders als im klassischen Shabby-Chic-Farbschema setzt der skandinavische Shabby-Möbelstil sowohl auf strahlend als auch gebrochene Weißtöne. Für ein harmonisches Gesamtbild werden sie mit den Farben der Fjorde und Küsten kombiniert, vorzugsweise kühle Blau- und Grautöne. 

Farbempfehlung: Bei dem Alpina Farbton „Ruhe des Nordens“Produktdetails ist der Name Programm: Das souveräne und stille Graublau verleiht dem Raum eine Tiefenwirkung. Wer es farblich kräftig liebt, findet in der „Stärke der Berge“Produktdetails einen markanten und kraftvollen Grau-Ton. Die Farbnuance wirkt im Zusammenspiel mit hellen Accessoires, weißen Möbeln und natürlichen Textilien stilvoll und apart. 

Für den opulenten bis orientalischen Touch empfehlen sich tiefe, grau abgetönte Violettnuancen.
Shabby Chic winterfit gemacht

Während wir uns im Sommer am liebsten ein luftiges Ambiente mit kühlen Aquatönen und viel frischem Weiß schaffen, sehnen wir uns in der kalten Jahreszeit nach Geborgenheit, die Farben wie Amethyst und Taupe vermitteln. Alpina Farbexpertin Isabelle Wolf zeigt am Beispiel des beliebten Shabby Chics, wie ein eigentlich sommerlicher Stil durch Farbspiele für die trübe Jahreszeit interpretiert wird. 

Dark Glamour – Shabby Chic, einen Ton tiefer gelegt

Statt klassisch auf sommerliche Lavendeltöne zu setzen, lässt sich der Shabby Chic auch eine Farb-Nuance tiefer interpretieren. Im Zusammenspiel mit stimmungsvollem Amethyst zeigt sich der Trend bodenständig und warm. Als Wandfarbe wirkt der grau nuancierte Violettton geheimnisvoll verhüllt und gleichzeitig sehr anziehend. Die Räume strahlen eine atmosphärisch dichte, ruhige Kraft aus. Die Farbe schafft ein Gefühl von Intimität und gleichzeitig eine edle Aura. 

Vintage-Möbel als perfekte Partner

Patinierte Möbelstücke in edlem Taupe, helleren Greigenuancen und Blassgrau versprühen zart den Charme der Vergangenheit und kommen vor dem edlen Ametyhstton besonders gut zur Geltung. 

Als Stoffe eignen sich perfekt sanft schimmernde Materialien wie Damast, Cashmere oder Seide in nostalgischen Designs. Glasgegenstände, Spiegel und schwach glänzende Bilderrahmen unterstreichen den Style. Der feine Schimmer verleiht dem Amethystton ein subtiles Strahlen und haucht ihm Leben ein – in Kombination mit modernem, kühlem Silber wirkt der Look dabei immer edel, aber nie zu opulent. Auch leicht angeschlagenes Silber und Flohmarktfunde passen hervorragend zum verblichenen Charme des Shabby Chics und wirken lockern das Ambiente lässig auf.

Tipps für die Gestaltung:

  • In Räumen mit weniger Tageslicht auf intensive Farben setzen, statt zu versuchen, mit hellen Tönen Helligkeit hineinzubringen. Im schwachen Licht – gerade im Winter bei Kamin- oder Kerzenschein – scheinen sich die Raumgrenzen dann sogar aufzulösen, ein schöner Effekt.
  • Wärmendes Altrosé ergänzt das verhüllte Violett wunderbar und sorgt für einen femininen Look.
  • Um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen, sollten sich intensive Wandfarben wiederholen oder mittels Accessoires aufgegriffen werden 
  • Poliertes Silber an Schalen oder Bilderrahmen sorgt für helle Reflexe und bringt den grauen Unterton der Farbe zum Strahlen.
  • Der Amethystton „Dezente Opulenz“Produktdetails von Alpina beeindruckt durch seine Farbtiefe und Eleganz.
Ein violetter Hintergrund bringt silberne Flohmarktschätze so richtig zur Geltung.
Wohnen in der fabelhaften Welt der Amélie

Ein Schuss Poesie, ein Hauch Bohème und viel französische Eleganz – mit diesen inneren Werten empfehlen sich Taupetöne wie „Dächer von Paris“ von Alpina als perfekte Partner für einen warmen Shabby Chic. Der beige-pastellfarbene Unterton ist ideal für kältere Tage. Er passt hervorragend zu warmen Naturtönen und einer monochromen Farbpalette von Cashmerebeige bis zu hellem Steingrau. 

Formen und Materialien mit Gefühl

Weichen Formen und dicke Polster verleihen dem französisch angehauchten Shabby Chic einen femininen Charme. Mit einem spannenden Materialmix – beispielsweise Seide und Leder oder Schiefer und Cashmere – lassen sich harmonische Kontraste erzeugen, die den Doppelcharakter von Taupe als Mischung aus kühlem Grau und warmem Beige reflektieren.

Farbe als stilistisches Bindeglied

Stücke aus verschiedenen Stilen lassen sich kombinieren, wenn sie in einer Farbfamilie bleiben. Die einheitliche Farbgebung schlägt optische Brücken und erlaubt es, Omas alte Kommode durch Neuanschaffungen zu ergänzen und dabei Harmonie zu wahren.

Tipps für die Gestaltung:

  • Für noch mehr femininen Chic sorgen Mauve- und Rosénuancen, welche die poetische Note des Taupetons unterstreichen.
  • „Dächer von Paris“ ist eine extrem wandelbare Farbnuance. Im Sommer einfach die farbigen Accessoires austauschen – für einen frischen, lässigen Look beispielsweise helles Aquablau als Akzent wählen. 
  • Unterschiedliche Strukturen oder Glanzstufen sorgen bei einer monochromen Farbpalette für Abwechslung und Spannung.
  • Die Gestaltung in monochromen Tönen verbindet verschiedene Stile harmonisch miteinander.
  • Die Vorhangstoffe ein bis zwei Nuancen dunkler wählen als die Wandfarbe – das gibt dem Raum Tiefe.
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