Inspiration / Kinderzimmer

Plötzlich Pirat oder Prinzessin – Themenzimmer für Kinder einrichten

Tipps und Tricks für kurzlebige Trends und große Träume im Kinderzimmer

Jedes Kind trägt eine kleine Traumwelt in sich – die einen gehen als wilder Pirat auf einer einsamen Insel auf Schatzsuche, die anderen tanzen als Prinzessin durch ein verzaubertes Schloss. Dschungel, Zoo, Fußball, Superhelden – die Möglichkeiten, das Kinderzimmer individuell zu gestalten sind nahezu unbegrenzt. Aber: Die Einrichtung eines Themenzimmers ist mit viel Aufwand und Liebe -  und meist auch mit einigen Kosten – verbunden. Deshalb ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld einige Gedanken zu machen und das Zimmer so zu planen, dass die Freude daran viele Jahre erhalten bleibt.  

Das richtige Motto – die großen Themen hinter den kurzlebigen Trends finden
Ein zartrosa Mädchenzimmer kann leicht thematisch gestaltet werden. Erst die Bilder und Accessoires machen daraus ein Ballerina- oder Prinzessinenzimmer.

Das Wichtigste an einem Themenzimmer: Es muss dem Kind gefallen. Deshalb ist es sinnvoll, die Wünsche der Kleinen bei der Gestaltung des Zimmers zu berücksichtigen. Jedoch mit Bedacht. Denn häufig sind die Vorstellungen der Kinder zwar sehr konkret – können sich aber auch überraschend schnell ändern. Eben noch musste es unbedingt die Wandtapete mit der Prinzessin aus dem neuesten Kinofilm sein – Merchandising und Werbung lassen grüßen. Aber schon ein halbes Jahr später stehen ganz andere Charaktere in der Gunst der Tochter. Gut, wenn sich die Eltern darauf eingestellt haben. Der Trick: Bei der Farbgestaltung des Zimmers sollte einfach nur das große Oberthema – also Märchenprinzessin – im Vordergrund stehen. Der Vorteil: Die zartrosa Wand mit der Krönchen-Bordüre schafft den perfekten Märchen-Hintergrund für alle kommenden Prinzessinnenträume, egal  ob aktuelle Neuerscheinung aus dem Kino oder Klassiker aus dem guten alten Märchenbuch. 

Grüne Wände sind ein toller Hintergrund für Themenzimmer! Mit Bergen, Tipi und Spielzeug-Lagerfeuer werden Sie zur Kulisse für ein Indianer-Camp.
Die Wandfarbe macht eine Welt auf – die Einrichtung formuliert sie aus

Farbe gut, alles gut: Die Wahl der richtigen Wandfarbe legt den Grundstein für das Themenzimmer. Denn über die Farbe werden auch schon bei Kindern gezielt Assoziationen geweckt. Diese Grundmuster können dann über Accessoires und Einrichtungsgegenstände gezielt in die eine oder andere Richtung gedreht werden und durch neue Farbkombinationen „mitwachsen“. Grün steht für Natur – und erzeugt im Zusammenspiel mit Tier-Motiven sofort eine Dschungel-Atmosphäre. Ein aufgestelltes Tipi, Bergmotive und Pferde machen daraus hingegen ein Indianerzimmer. Hängt dagegen ein Jahr später ein Vereins-Trikot an der grünen Wand, entsteht eine fußballbegeisterte Stadion-Atmosphäre. Rosa ist die klassische Prinzessinnen-Farbe, passt aber auch zu einer Ballettschule oder einem Barbie-Zimmer. Wird das Rosa zu einem späteren Zeitpunkt mit Froschgrün kombiniert, erhalten die Räume automatisch eine erwachsenere Note. Wände in Naturfarbtönen (Gelb, Ocker, Beige) wirken im Zusammenspiel mit Tiermotiven im Zimmer wie die weite Savanne oder Steppe, können aber auch den Wilden Westen andeuten. Blaue Wände spiegeln die Weite des Meeres und des Himmels wieder. Kombiniert mit Rot und weißen Anteilen werden sofort Seefahrer, Leuchtturm und Pirat assoziiert. 

Weiße Kinderzimmermöbel sind universell. Mit einigen Accessoires entsteht schnell ein Thema z.B. Maritim mit Anker und Rettungsring.
Neutrale Elemente – der Geschmack ändert sich, die Möbel bleiben

Kindermöbel sind teuer. Und sie sollten den Nachwuchs im besten Fall viele Jahre begleiten. Deshalb empfiehlt es sich, die Möbel möglichst neutral zu halten, und das Motto über die Wandfarbe, Accessoires und Textilien zu transportieren. Viele Möbelstücke lassen sich zudem flexibel mit einfachen und günstigen Mitteln aufpeppen, etwa durch Bettaufsätze, Tagesdecken, Vorhänge für das Hochbett oder Sticker für den Schrank.

Plötzlich Pirat – kleine Accessoires im Kinderzimmer mit großer Wirkung
Die passende Wandfarbe verwandelt das Kinderzimmer in eine Meereslandschaft, die passenden Piraten-Accessoires runden das Gesamtbild ab.

Ein blau gestrichenes Kinderzimmer ist noch keine Piraten-Welt. Aber sie kann mit relativ einfachen Mitteln eine werden. Ein großer Wandsticker mit gekreuzten Säbeln reicht – und schon verwandelt sich das normale Bett in der Phantasie in ein  gefährliches Piratenschiff, klar zum Entern. Verstärken lässt sich das Bild durch weitere Accessoires und Textilien, etwa Bettwäsche mit Kanonen, Fässern und Schatzkisten, eine Deckenlampe mit wilden Papageien und Vorhänge mit Piratenschiffen oder Fischen. Auch ganz normale Alltagsgegenstände wie ein Globus, ein paar alte Land- oder Seekarten, Muscheln oder Mamas Opernglas sorgen für ein Plus an Piraten-Atmosphäre.

Ein Wandtattoo, das man nicht abpellen kann – einfach selbst zu Schablone und Pinsel greifen!
Wände individuell gestalten – Wandtattoos für Kinderzimmer selber machen

Wer nicht auf vorgefertigte Wandtattoos oder Sticker zurückgreifen will, kann selbst die Hand, bzw. den Pinsel anlegen. Die Möglichkeiten, das Muster an die Wand zu bringen sind vielfältig. Am einfachsten geht das mit einer Vorlage, die über einen Beamer an die Wand projiziert und abgemalt wird. Alternativ können die Motive auch einfach ausgedruckt und abgemalt werden. Entweder Sie schneiden das Muster aus dem Papier aus, kleben die Schablone mit Malerkrepp an die Wand und tupfen die Farbe vorsichtig durch die Schablone auf. Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Muster zum Ausschneiden, finden Sie hier.

Fällt das Wandtattoo etwas komplizierter aus, ist das Abpausen empfehlenswert. Der Trick: Das Motiv erst mit einem weichen Bleistift auf ein Papier übertragen bzw. auf dem Ausdruck nachziehen. Dann das Papier mit der bemalten Seite zur Wand halten – und die durchscheinenden Linien noch einmal auf der Rückseite nachzeichnen. So wird das weiche Grafit auf die Wand übertragen und lässt sich anschließend mit Stift und Pinsel ausmalen.

Bei größeren Motiven lohnt es sich sie auf dünne Holzplatten zu übertragen und per Laub- oder Stichsäge auszusägen. Die Elemente lassen sich bequem vor der Montage anmalen und anschließend einfach per Klebe-Element, Nagel oder Schraube an der Wand befestigen. Soll das Zimmer später umgestaltet werden, lässt sich das Motiv zudem mit wenig Aufwand entfernen oder durch ein neues ersetzen.  

Tipp der Farbexperten
Bei der Suche nach dem richtigen Platz für die Sticker unbedingt die Position der Möbel berücksichtigen. 

Mit farbigen Holzverkleidungen bekommen Wände ein Thema, dass sich bei Bedarf einfach austauschen lässt.
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