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Farbe des Monats August: Facelift – das neue Gesicht von Beige

Lange als bieder verschrien, erlebt Beige ein grandioses Comeback. Die neuen Töne fächern sich in einer breiten, modernen Palette auf und bieten für jeden Wohnstil den perfekten Hintergrund.

Mit Beige zeichnet sich scheinbar nicht nur ein weltweiter, sondern sogar ein universeller Trend ab. Denn zur großen Überraschung der Wissenschaftler, die das Licht von 200.000 Galaxien zu einem Farbton verschmolzen haben, ist unser Universum nicht etwa mystisch blauviolett oder schwarz. Weit gefehlt. (Die New-Age-Jünger mit ihren opalisierenden Regenbogenfarben lagen übrigens auch daneben.) Nein, das Universum ist: beige.

Da das nicht wirklich nach unerforschten Weiten klingt, heißt der Farbton offiziell nicht Beige, sondern Cosmic Latte (die Farbe von Kaffee mit sehr, sehr viel Milch). Kann man sich drüber streiten, ob der Name chic oder einfach nur peinlich ist, aber Fakt ist: Unser Universum hat sich bei der „Raum-Ausstattung“ für klassisch sandfarben entschieden.

Wandfarbe Beige: Zeitloser Farb-Klassiker mit natürlichem Charme

Nicht nur in Raum und Zeit, sondern auch im eigenen Wohnzimmer beweist sich Beige als zeitloser Farbton. Von Muschelweiß über die Farbe von ungebleichtem Leinen bis hin zu hellen Sandtönen reicht die Palette, die sich zurückhaltend und unkompliziert gibt. Die Farben drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern tönen die Wände nur dezent.

Beige ist nicht gleich beige – sowohl Alpina Feine Farbe „Elegante Gelassenheit“ als auch die Alpina Farbrezepte „Muschelweiß“ und „Sanftes Cashmere“ zeigen unter-schiedliche Fac

Zarte Beigetöne bringen Helligkeit in Räume, wärmen sie aber gleichzeitig leicht an und verbreiten so Behaglichkeit – die Farbe legt sich wie ein softes Cashmere-Plaid um die Schultern und weckt dabei Assoziationen von Luxus, Weichheit und Eleganz. Das neue Beige hat nichts mehr zu tun mit seinem tristen älteren Verwandten, sondern ist eine aparte, noble Nuance, die eine fast greifbare Gelassenheit ausstrahlt.

Beige Ton in Ton kombinieren, ohne langweilig zu wirken

Besonders harmonisch sehen Beigetöne aus, wenn man sie Ton in Ton kombiniert, sie mit den helleren sowie dunkleren Farben aus ihrer Farbfamilie abrundet und die Farben so "durch das Haus fließen“ lässt. Ein schöner Nebeneffekt: Sind alle Räume in einer Farbfamilie gestaltet, wirkt das Haus nicht nur harmonisch, sondern auch großzügiger.

Den Ton-in-Ton-Look sollte man mit unterschiedlichen Oberflächen und Materialien beleben (z. B. glattes, lichtreflektierendes Leder vs. matter Stoff oder flauschiger Teppich vs. hochglänzende Fronten), damit er nicht eintönig wirkt.

Dabei gilt der Luxus des Schlichten: Zu den zurückhaltenden Beigetönen passen reduzierte Formen und klare Linien. Kombiniert man die geraden Möbel noch mit einigen abgerundeten Kanten (für das Weiche des Farbcharakters), wird die gesamte Anmutung des Raums aufgelockert.

Welche Farben sorgen für das richtige Flair? Farbkombinationen, Wohnstile und Materialien mit Beige

Beige ist nicht nur zeitlos, sondern auch einer der wandelbarsten Farbtöne für Wände. Daher spielt der Farbton in einigen spannenden Trends die Hauptrolle.

Der Look eines modernen Strandhauses mit den Farben von Treibholz, Sand und Meer.

Speziell für die kühlen, grau angehauchten Beigetöne eignet sich „Cool Scandinavian“. Den Stil prägt ein klares Design und eine Gestaltung, die am stimmigsten wirkt, wenn die Möbel nicht zu eng stehen. Damit erreicht man die typische luftige Ruhe des Scandi Looks.

Für diese moderne Interpretation des Scandi Chics greift man auf eine eher urbane, architektonische Farbpalette zurück. Dabei dominieren helle Nuancen von Reinweiß über Kieseltöne bis zu zurückhaltenden gräulichen Beige- und Greigenuancen. Dazu kombiniert: Holz als Balance im Raum.

Die Stein- und Sandtöne werden mit reduzierten Möbeln und klaren Linien zusammengebracht, denen vor allem die weichen Beigetöne das Kantige und die Strenge nehmen. Mit Plaids und moderner Keramik entsteht eine „angewärmte nordische Coolness“ wie in einem modernen Strandhaus.

Die Glam-Elemente des Stil finden in Beige einen dezenten Mitspieler, der den Stil nicht überladen wirken lässt.

Der Ausgangspunkt: ein weiches Graubeige wie „Poesie der Stille“ als Wandfarbe, das elegant die Brücke schlägt zwischen Beige und hellem Grau. Es ist ein zurückhaltender Farbton, der Ruhe in den Raum bringt und sich geschmeidig an selbst eigenwillige Stile wie den Glam Chic anschmiegt. Die Möbel hält man in subtilen Abstufungen von Champagner, Beige sowie hellen Greige- und Taupetöne, um den warmen Unterton der Wandfarbe zu betonen. Akzente in Schwarz und Gold (Lampenfüße, Sesselkufen, Bilderrahmen …) sorgen für den glamourösen Art-déco-Touch. Die sinnliche Haptik von Samt in pudrigem Mauve, Rosé oder intensivem Petrol setzt sanft schimmernde Highlights.

Fundstücke von Reisen, Naturmaterialien, ein bisschen Design und eine entspannte Farbpalette – fertig ist der Eco Glam.

Sie denken, das klingt komisch? Öko, Jutesäckchen und Glamour gehen nicht zusammen? Neuerdings schon. Und das sogar sehr formschön, denn im Eco Glam finden Gemütlichkeit und Trendbewusstsein endlich zusammen – lässig mit Stil ist das Motto.

Entspanntes Wohnen liegt, genauso wie ein generell entschleunigtes Leben, im Trend. Wir kaufen bewusster ein, bemühen uns um Achtsamkeit im Alltag und sehnen uns nach einem Zuhause, das dafür den perfekten Rahmen bietet mit leisen, neutralen Farben, die angenehm sind fürs Auge, einen aber ansonsten in Ruhe lassen. Das Ziel: eine natürliche, unprätentiöse Wohlfühlatmosphäre. Daher finden sich beim Eco Glam zwar auch zeitlose Designklassiker, die aber extrem entspannt kombiniert werden mit (gern recyceltem) Holz in puren Linien, Stein, Leder, Fellprints, Textilien in Sandtönen, Ethnomöbeln und hellen Wänden in Leinen bis Sand.

Zum Stil passt übrigens, dass „Beige“ ursprünglich die Bezeichnung für die Farbe natürlicher, ungefärbter Wolle war …

Wabi Sabi: Minimalismus wird endlich wohnlich

Nordic Chic trifft auf Japan! Das Grundrezept für den Nordic Chic: Wände in dezenten Naturtönen. Unbehandeltes Holz. Weiß. Schlichte Metallaccessoires in Anthrazit bis Schwarz. Was ist neu? Der Japan-Einfluss, wo Entschleunigung und traditionelles Design genauso hoch geschätzt werden wie in Skandinavien. Der neue Trend heißt Wabi Sabi, die Schönheit des Unvollkommenen. Klingt so ähnlich wie die grüne Paste, die einem den Atem raubt – und das kann der neue Stil auch. Dabei gibt er sich betont schlicht mit geradlinigen Formen, die das simple Leben feiern und die Entspannung unterstützen, weil das Auge nicht an extravaganten Formen hängen bleibt. Natürliche Materialien wie helles Holz, Sisal oder Korbgeflecht verbinden wieder mit der Natur, und zartes Beige an den Wänden haucht dem Ganzen Wärme ein. Und das Beste? Der übliche Perfektionismus in der Gestaltung bleibt außen vor. Heraus kommt ein sensibler, wohnlicher Minimalismus.

Der letzte Schliff: Den Farbcharakter eines Farbtons mit dem passenden Raumduft unterstreichen

Musik und Raumduft sind die immaterielle Architektur des Wohnens und unsichtbar, haben aber einen entscheidenen Einfluss darauf, ob ein Raum als harmonisch wahrgenommen wird oder nicht.

Daher kann man als letzten Schliff wirklich "sinnliche Räume" schaffen, in denen man sich sofort wohlfühlt, indem man auch diese subtilen Ebenen an das Farbkonzept anpasst. Dadurch erreicht man ein Layering – ein Übereinanderschichten verschiedener Raumelemente, die sich gegenseitig verstärken und die Farbwirkung so intensivieren.

Zum unkomplizierten, lichten Farbcharakter der modernen Beigetöne passen unaufdringliche aquatische Düfte. Sie evozieren Reinheit und unterstreichen subtil besonders cleane Formen. Dabei wecken sie Bilder von entspannten Strandspaziergängen, womit man die Assoziationen zu Sandtönen noch verstärken kann. Anwärmen kann man den Raumduft mit ein wenig Vanille oder leichten Karamellnoten, beides typische Wohlfühldüfte, die wiederum den weichen Charakter der beigen Farbfamilie unterstreichen.

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