Raumgestaltung

Schwierige Grundrisse – wie wird es trotzdem gemütlich?

Kinderzimmer einrichten: Wie Farben und Möbel Räumen Struktur geben

Kleine Zimmer oder Dachschrägen sind bei Kinderzimmern ein häufiges Problem. Mit hellen, luftigen Farbtönen lassen sich Räume weiten und Decken optisch anheben.

Nicht jedes Zuhause verfügt über die idealen Voraussetzungen für ein rundum perfektes Kinderzimmer. Manche Räume sind zu klein, zu eng, zu groß oder zu offen. Andere liegen einfach auf der ungünstigen Seite, die entweder zu viel oder zu wenig Licht spendet. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit der richtigen Farbauswahl aus jedem Zimmer eine Wohlfühloase für Ihre Kinder schaffen. 

Farben können Räume optisch beeinflussen. Auch wenn keine Möglichkeit besteht, etwas an dem Zuschnitt des Zimmers oder den Lichtverhältnissen zu verändern, kann die richtige Farbauswahl einiges bewirken. 

Wachsen wie die Kleinen
Es müssen nicht immer kühle Farben sein um einen Raum optisch zu vergrößern. Helle Apricot- und Vanilletöne wirken warm, hell und luftig.

Ein Zimmer, das etwas zu klein und eng geraten ist, profitiert von hellen Farben, wie Hellblau, Zartgrün, Beige und Vanille. Sie weiten den Raum und lassen ihn luftiger erscheinen. Intensive Farben haben hier nichts zu suchen. Sie rücken die Wände optisch nach innen und wirken schnell drückend. Knallige Farbtupfer können in Form von bunten Lampenschirmen, Bettwäsche oder Bordüren gesetzt werden. Durch einen helleren Deckenfarbton wirkt der Raum zudem höher und offener.

Dachschrägen können optisch aus dem Blick rücken, in dem sie im selben Farbton wie die übrigen Wände gestrichen werden und die helle Decke nur farblich „simuliert“ wird. 

Wie wirken große Räume gemütlicher?
Was bei Kleidung gilt, trifft auch bei Kinderzimmern zu: Querstreifen lassen das Zimmer breiter und niedriger wirken. Besonders passend bei hohen räumen.

Große Räume, in denen sich Kinder eventuell verloren vorkommen können, lassen sich mit etwas dunkleren warmen Farben kleiner und gemütlicher zaubern. Orange oder Gelb beispielsweise schaffen Nähe und vermitteln Geborgenheit. Sind die Decken besonders hoch, sollten diese etwas dunkler gestrichen werden als die Wände. Damit wird dem Raum optisch Höhe genommen und er weitet sich. Die Decke sollte jedoch stets heller als der Boden sein. Ein dunkler Boden und eine hellere Decke entsprechen den natürlichen Gegebenheiten von Himmel und Erde, was Kindern dabei hilft, sich räumlich zu orientieren. Bei hohen Räumen mit hellen Böden, können dunkle Teppiche Abhilfe schaffen.

Selbst in großen Räumen können Dachschrägen hinderlich wirken. Hier empfehlen sich gleich zwei Varianten: Die Schräge im selben Farbton wie die Wände gestalten, so fällt sie weniger auf. Oder bei farbigen Wänden, die Schräge hellgrau streichen, dann kommen die Wandfarben noch leuchtender heraus. 

Struktur für offene Räume
Farblich abgegrenzte Bereiche verleihen offenen Räumen mehr Struktur. Blau neben dem Bettchen, fördert außerdem das Einschlafen.

Offene Räume vermitteln zwar Leichtigkeit, jedoch fehlt häufig eine klare Struktur. Durch eine gezielte Farbauswahl lassen sich einzelne Bereiche, wie Schlaf- und Spielecke, farblich hervorheben und abgrenzen. Wichtig ist dabei, innerhalb eines Farbkonzeptes zu bleiben, harmonische Farbkombinationen zu wählen und diese zum Beispiel mit abgestimmten Wohnraum-Accessoires zu ergänzen. Dies schafft ein ganzheitliches Raumgefühl. 

Faktor Himmelsrichtung

Auch die Himmelsrichtung spielt eine Rolle für die richtige Farbauswahl. Je nach Ausrichtung des Kinderzimmers, fällt kaltes oder warmes Tageslicht in die Räume. 

Zimmer, die nach Norden oder Osten ausgerichtet sind, erhalten eher kühles Licht. Daher empfiehlt es sich, hier mit warmen, hellen Farben, wie Gelb oder Rosé zu arbeiten. Dunkle Farben wirken leicht trostlos.

Alle kühlen Farbtöne sind für Südräume hervorragend geeignet. Dazu gehören beispielsweise Blau und Grün – ohne Rotstich.

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